Projekt 2004

Projekt 2004


Ausbildung auf höchstem Niveau im Sportpark Dörenberg


Der VfL 08 Vichttal informiert über eines seiner Projekte in der Nachwuchsarbeit bei den Jüngsten im Verein. Das Projekt Jahrgang 2004 ist im Sommer im Sportpark Dörenberg gestartet und hat vor allem die Entwicklung dieser talentierten Jungs im Fokus.

Der VfL Vichttal hat nun seit drei Jahren seine Nachwuchsarbeit neu strukturiert und mit dem Sportlichen Leiter Manfred Pomp einen Verantwortlichen, der für eine einheitliche Spiel- und Ausbildungsidee sorgt. In dieser Zeit wurde das sehr erfolgreich entwickelt und so sind die vier höchsten Jugendteams aus den Normalstaffeln mehrmals aufgestiegen. Zurzeit spielen die A-Junioren wieder in der Bezirksliga auf Mittelrheinebene sowie die B-, C- und D-Junioren ebenso im zweiten Jahr hintereinander in der Sonderliga.

Aber ein weiterer Schwerpunkt der Vichttaler Nachwuchsarbeit liegt im Bereich der Jüngsten, weil dort die Grundlagen gelegt werden, dass auch in Zukunft die Juniorenteams in hohen Klassen konkurrenzfähig bleiben.

Wir wollen heute ein Projekt daraus vorstellen, dass in diesem Sommer 2014 im Sportpark Dörenberg gestartet ist.

Der Jahrgang 2004 (älterer Jahrgang E-Jugend) wird bereits seit zwei Jahren vom Sportlichen Leiter und Fußball-Lehrer Manfred Pomp selber trainiert und in diesem Sommer kommt dazu noch ein weiterer Fußball-Lehrer mit Christian Titz als Trainer und Konzeptgestalter für diesen Jahrgang. Mit ihm gemeinsam wurde nun ein konkretes 5-Jahres-Projekt entwickelt.

Das Ziel dieses Projektes ist, ein Team aufzubauen, welches in den nächsten Jahren höchsten sportlichen Ansprüchen gerecht und dementsprechend intensiv gefördert und gefordert wird. „Wir wollen ähnliche sportliche Anforderungen an die Jungs stellen, wie in einem guten Nachwuchsleistungszentrum und bieten dafür ein auf neuesten Erkenntnissen speziell aufgebautes Training“, so Christian Titz dazu. „Die Trainingsinhalte entwickeln sich aus den Herausforderungen, die sich die Spieler im modernen Fußball stellen müssen und auch mit den Kleinsten kann man schon auf diese Dinge sehr fokussiert und konzentriert eingehen.“

Neben diesem klaren Leistungsanspruch dürfen und sollen aber auch der familiäre Aspekt im Verein und der Spaß für die Kinder nicht zu kurz kommen. Dazu gehört eben auch die heimatnahe Ausbildung. „Die Burschen brauchen für das Training nicht Stunden im Auto oder Bus sitzen und sollen auch vor und nach dem Training miteinander kicken können“, stellt Manfred Pomp den zweiten Aspekt des Projektes in den Vordergrund. „Sie sollen sich auch außerhalb des Sportplatzes treffen und so ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln. Auch die Eltern werden dabei eingebunden, da sie natürlich auch ein wichtiger Bestandteil in diesem Gefüge sind.“

Die Motivation von Christian Titz und Manfred Pomp ist vor allem, etwas für die Kinder zu tun. „Natürlich werden wir von anderen Vereinen beobachtet und teilweise als Gegner kritisch gesehen“, ist sich Manfred Pomp bewusst. „Doch wir machen nichts gegen andere, sondern wir wollen talentierten Jungs mit dem entsprechenden Potenzial und Leistungswillen die bestmögliche Ausbildung geben und so bringen wir unsere unterschiedlichen Erfahrungen in dieses Projekt ein“, ergänzt Christian Titz.

Aktuell ist das Team mit 8 Spielern gestartet und trainiert seit Mitte Juli zusammen auf der herrlichen Kunstrasenanlage im Sportpark Dörenberg in Vicht. Bei 3-4 Trainingseinheiten in der Woche wurden die ersten Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Da wurden schon die ersten Spieleröffnungsvarianten genauso einstudiert, wie das Verhalten, wenn der Gegner in Ballbesitz ist oder wie die spielsituative Ballmitnahme aussehen kann. „Das alles braucht natürlich auch seine Zeit“, sind sich die Fußballlehrer einig, aber sie sehen auch schon die ersten Fortschritte im Team. So wurde das erste Turnier gegen gute regionale Konkurrenz völlig verdient mit nur einem Gegentor gewonnen und alle Testspiele gegen VfJ Laurensberg (5:1) und BW Aachen (26:2) sehr überlegen geführt. „Wir waren schon überrascht, wie schnell die Jungs es geschafft haben, die ersten Inhalte aus dem Training ins Spiel zu übertragen und entsprechend dominant aufgetreten sind.“

Das Team soll sich bereits in dieser Saison auch gegen überregionale Konkurrenz messen. So sind u.a. die ersten Turniere gebucht, wo man sich teilweise auch gegen die Teilnehmer des Bundesliganachwuchses aus München, Dortmund, Schalke, Köln, Paderborn aber auch aus anderen Ländern wie Italien, Spanien, Belgien messen kann. Aber auch die Meisterschaft und der Edi-Braun-Pokal mit Gegnern aus der Region sind wichtige Meilensteine und sollen dafür genutzt werden, sich stetig auch im Wettkampf zu verbessern.

Die Langfristigkeit dieses Projektes ist aber auch ein wesentlicher Aspekt. In fünf Jahren spielen die 2004er als ältere C-Jugend und bis dahin soll ein Topteam zusammengestellt und entwickelt sein, mit denen man auf höchstem Niveau trainieren und spielen kann. „Wir bilden die Kids aus und freuen uns natürlich, wenn die Jungs dann so gut werden, dass sie sogar bei Nominierungen für den Verband Mittelrhein Berücksichtigung finden würden“, hegen Christian Titz und Manfred Pomp diese Hoffnung im Sinne der Spieler. Dass das Projekt aber erfolgreich verlaufen wird, besteht für beide kein Zweifel. Für den Verein VfL Vichttal. Für die Mannschaft. Und für jeden einzelnen Spieler.

Trainieren wie in einem guten Leistungsnachwuchszentrum und dabei nie die Angst haben zu müssen, dass man irgendwann aussortiert wird. Das ist eine Maxime in der Arbeit der beiden Fußballlehrer. „Wir haben ganz bewusst die Teamgröße klein gehalten“, erklärt Manfred Pomp. „Das sind alles Jungs, die wir ausbilden wollen und im Team bleiben sollen. Talentierte und leistungswillige Jungs sind dann immer gerne gesehen, die in Zukunft das Team verstärken können.

Letztlich ist der Verein sehr stolz darauf, dass sich ein solches Projekt in Vichttal etabliert hat. „Wir unterstützen das Vorhaben der beiden Fußballlehrer im vollen Umfang“, ist Vorstandsmitglied Dirk Krahe sehr gespannt, was sich in den nächsten Jahren da entwickeln wird und wie sehr sich dieses auch als gutes Beispiel für andere Projekte im Verein nutzen lässt. .